Kurzbiografie / Portrait Jochen W. Braun

Am 29. Oktober 1942 wurde ich in Hamburg geboren. Nach dem Abitur auf der Gelehrtenschule des Johanneums in Hamburg studierte ich Betriebswirtschaft in Tübingen und Hamburg. Als frischgebackener Diplomkaufmann arbeitete ich zunächst bei den renommierten Hauniwerken in Hamburg und wollte 1970 eigentlich nach Südafrika auswandern. Das scheiterte an den damals etwas merkwürdig anmutenden Bedingungen dieses Landes.

So endete meine „Auswanderung“ zunächst in Frankfurt, wo ich über ein Jahr bei der Firma Sperry Rand als Computerspezialist ausgebildet wurde. 1971 zog ich weiter nach Stuttgart, wo ich bis 1978 als Computerverkäufer arbeitete. Nach dem Tod meines Vaters ging ich 1978 wieder in meine Geburtsstadt Hamburg zurück, wo ich bis 1995 weiter bei Sperry (späterer Name Unisys) arbeitete, zuletzt als Assistent des Direktors. Zusätzlich gehörte ich über 13 Jahre dem Betriebsrat der Firma an.

Ende 1995 ging ich in den Vorruhestand, den ich seitdem sehr genieße, obwohl ich eigentlich geplant hatte, noch weitere zehn Jahre zu arbeiten. Ich habe nun mehr Zeit, mich meiner Familie zu widmen, meiner Frau Inga, mit der ich seit 1971 verheiratet bin sowie den Zwillingen Gerrit und Frederik, die 1967 in erster Ehe geboren wurden. 1974 wurde der dritte Sohn Sören geboren.

Ich habe schon immer eine Liebe zu Büchern gehabt. Es ist kaum möglich, mich ohne ein Buch unter dem Arm anzutreffen. Ich lese leidenschaftlich gern und besitze mehrere tausend Bücher, darunter eine umfangreiche Sammlung alter Schwarten aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. Neben dem Lesen habe ich aber schon früh angefangen, zu schreiben und zu dichten.

Nach dem Beginn des unfreiwilligen Vorruhestandes wurde das Vorlesen zu einem weiteren Hobby. Nicht nur, daß mein erstes Buch „Bögelchen sucht das Blau“ eine typische Vorlesegeschichte für Kinder ist. Nein, ich lese auch seit vielen Jahren regelmäßig in Kindergärten in Hamburg Märchen oder Kinderbücher vor. Ich liebe Kinder, aber meine Söhne ließen sich mit ihrer Lebensplanung Zeit, also musste ich anfangs selbst dafür sorgen, dass ich kleine Kinder um mich herum habe. Ich bin davon überzeugt, dass es neben dem Vorlesen in Kindergärten nur wenig andere Tätigkeiten gibt, bei denen beide Seiten so sehr auf ihre Kosten kommen.

Ich wollte mich aber nicht mit dieser Angst abquälen, weil ich häufiger nach Rio fliegen wollte, denn die Bindung zu meiner Schwester ist eng. So kam es, daß ich Mitte der achtziger Jahre damit begann, Berichte über Flugzeugunfälle zu sammeln und in einer Datei auszuwerten. Diese Datensammlung umfaßt mittlerweile über 49.000 vorwiegend zivile Flugzeugunfälle und Daten über Flugzeugentführungen. Nach kurzer Zeit stellte ich fest, daß die Wahrscheinlichkeit minimal ist, beim Fliegen einen Unfall zu erleben. Die Angst ist seitdem überwunden.

Mittlerweile hatte sich die Arbeit mit den Unfällen jedoch derart verselbständigt, daß ich beschloß, Bücher über dieses Thema zu schreiben. Das erste, im Herbst 2003 erschienene Buch heißt „ … und alle haben überlebt!“. Erzählt werden Vorfälle, die eigentlich hätten tödlich ausgehen müssen, durch Wunder oder besondere Umstände jedoch glimpflich abliefen. Mein zweites Buch mit dem Titel „ … und viele haben überlebt!“ erschien Mitte 2004 und setzte in logischer Konsequenz die Berichte über ungewöhnliche Unfälle in der Luftfahrt fort. Nachdem es vergriffen war, erschien im Frühjahr 2012 im Geramond Verlag eine verbesserte Neuauflage unter dem Titel „Flug außer Kontrolle“.

Weitere Bücher folgten im Jahresrhythmus: „ . . . und einige haben überlebt!“ (2005); „ . . . und niemand haben überlebt!“ (2006) sowie „ . . . und dann auch das noch!“ (2008). Auch dieses Buch ist vergriffen und ich denke über eine Neuauflage nach.

Darüber hinaus plane ich, meine großen Datenbanken im Internet zur Verfügung zu stellen. Dieses Projekt ist jedoch noch nicht ausgereift und wird vermutlich erst 2012 oder später realisiert werden.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.