Seltener Rueckenwind treibt eine B-36 ins Verderben

Ganz anders liegt der Fall einer großen Militärmaschine, die von einem Trainingsflug über die Azoren nach Kanada zurückkehrt. Man fliegt zu Übungszwecken sehr niedrig über dem Wasser, lediglich 250 Meter hoch. Unglücklicherweise herrscht ein sehr seltener Rückenwind von Ost nach West. Das große Flugzeug erreicht das Land beachtliche 90 Minuten früher, als geplant. Die Sicht ist schlecht, nur 200 Meter weit kann man sehen. Die Crew wähnt sich noch weit draußen auf dem Nordatlantik. Daher prallt die Maschine ohne erkennbaren Ausweichversuch lediglich 30 Meter unter dem Gipfel mit 370 km/h auf einen Berg (18.03.1953 / Convair B-36 / 51-13721A / Smith Sound – Neufundland – Kanada / 20 Tote).

Über Jochen W. Braun

Jochen W. Braun wurde 1942 in Hamburg geboren. Er ist verheiratet und hat drei Söhne. Nach dem Abitur auf dem Johanneum in Hamburg studierte er Betriebswirtschaft in Tübingen und Hamburg. Bei den Hamburger Hauniwerken, danach in Frankfurt und Stuttgart bei der Firma Sperry (später Unisys) und im mit seiner Unterstützung gegründeten Familienbetrieb Miniatur Wunderland Hamburg arbeitete er bis zur Pensionierung im Jahre 2007. Aufgrund seiner Liebe zur Luftfahrt beschäftigte er sich schon von klein auf mit diesem Thema. Mit 11 Jahren zog seine Familie nach Fuhlsbüttel um und damit in direkte Nähe zum Hamburger Flughafen, den er nach Möglichkeit jeden Nachmittag besuchte. Später spezialisierte er sich auf Unfälle im Bereich der Luftfahrt, weil er beim ersten großen Flug Flugangst bekommen hatte und das Thema genauer kennen lernen wollte. Nach kurzer Zeit stellte er fest, daß die Wahrscheinlichkeit minimal ist, beim Fliegen einen Unfall zu erleben. Die Angst ist seitdem verschwunden, und er schrieb ein erstes Buch mit dem bezeichnenden Titel „ . . . und alle haben überlebt!“. Im Jahresrhythmus folgten weitere fünf Bände über Flugzeugunfälle. Er gilt heute als Spezialist auf diesem Gebiet.
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