Blockierende Räder bleiben auf eisglatter Bahn unbemerkt

Die Katastrophe in diesem Fall beginnt mit dem Startlauf einer von der gecharterten Passagiermaschine, die 219 Soldaten aus den nach Vietnam bringen soll. In blockieren wegen eines Hydraulikfehlers die Räder. Im allgemeinen hat dieses nicht seltene Phänomen keine Folgen, denn ein Flugzeug setzt sich mit blockiertem Fahrwerk nicht in Bewegung, das würde die Crew sofort bemerken. Hier geschieht dies nicht, denn die Startbahn ist vereist und die starken Triebwerke schieben das Flugzeug einfach wie einen Schlitten über das Eis, so daß die Crew nichts bemerkt. Erst sehr spät geht den Piloten auf, daß etwas nicht stimmen kann, weil der Jet die erforderliche Abhebegeschwindigkeit nicht erreicht. Startabbruch und Vollbremsung können auf einer Eispiste aber nicht verhindern, daß der 150-Tonner über das Bahnende stürmt, einen Lichtmast umlegt und erst beim Aufprall auf einen Graben rund 1.000 Meter nach dem Ende der Bahn zerbricht. Kerosin läuft aus. Dem explosionsartig ausbrechenden Feuer können nur 182 der Insassen entkommen (27.11. / / / N4909C / – USA /47 Tote und 49 Verletzte).

Über Jochen W. Braun

Jochen W. Braun wurde 1942 in Hamburg geboren. Er ist verheiratet und hat drei Söhne. Nach dem Abitur auf dem Johanneum in Hamburg studierte er Betriebswirtschaft in Tübingen und Hamburg. Bei den Hamburger Hauniwerken, danach in Frankfurt und Stuttgart bei der Firma Sperry (später Unisys) und im mit seiner Unterstützung gegründeten Familienbetrieb Miniatur Wunderland Hamburg arbeitete er bis zur Pensionierung im Jahre 2007. Aufgrund seiner Liebe zur Luftfahrt beschäftigte er sich schon von klein auf mit diesem Thema. Mit 11 Jahren zog seine Familie nach Fuhlsbüttel um und damit in direkte Nähe zum Hamburger Flughafen, den er nach Möglichkeit jeden Nachmittag besuchte. Später spezialisierte er sich auf Unfälle im Bereich der Luftfahrt, weil er beim ersten großen Flug Flugangst bekommen hatte und das Thema genauer kennen lernen wollte. Nach kurzer Zeit stellte er fest, daß die Wahrscheinlichkeit minimal ist, beim Fliegen einen Unfall zu erleben. Die Angst ist seitdem verschwunden, und er schrieb ein erstes Buch mit dem bezeichnenden Titel „ . . . und alle haben überlebt!“. Im Jahresrhythmus folgten weitere fünf Bände über Flugzeugunfälle. Er gilt heute als Spezialist auf diesem Gebiet.
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