Vier Crashs eines Piloten reichten nicht – erst nach dem fuenften war Schluss

Sehr, sehr schlecht arbeitet ein Pilot, der einen Unfall nach dem anderen baut. Trotzdem zieht man ihn nicht aus dem Verkehr:

1.) Am 06.03.1984 Landung auf Eispiste, Eisklumpen übersehen — Flugzeug schwer beschädigt

2.) Am 10.04.1984 Start auf Eispiste — wieder gegen Eisklumpen — Flugzeug leicht beschädigt

3.) Im Juli 1984: Landung auf Eispiste — schießt 300m über das Ende der Piste hinaus — Fahrwerk und Heck schwer beschädigt

4.) 18.08.1984: überprüft Benzin nicht auf Wasserverunreinigung — beide Motoren fallen aus — Flugzeug bei Notwasserung leicht beschädigt

5.) Am 09.10.1984: Sicht 50m – jeder warnt den Piloten vor einem Flug. Der will aber wegen seines schlechten Rufs beweisen, wie gut er wirklich ist und sein Image aufpolieren. Das Abenteuer findet bei einer Kollision mit einem 60m hohen Mast ein schreckliches Ende: Absturz und anschließendes Feuer. Alle Insassen bezahlen mit ihrem Leben dafür, daß dieser Pilot weiter fliegen durfte (09.10.1984 / De Havilland Twin Otter / C-FPPL / Nahanni Air Services /Fort Franklin – Kanada / 7 Tote).

Über Jochen W. Braun

Jochen W. Braun wurde 1942 in Hamburg geboren. Er ist verheiratet und hat drei Söhne. Nach dem Abitur auf dem Johanneum in Hamburg studierte er Betriebswirtschaft in Tübingen und Hamburg. Bei den Hamburger Hauniwerken, danach in Frankfurt und Stuttgart bei der Firma Sperry (später Unisys) und im mit seiner Unterstützung gegründeten Familienbetrieb Miniatur Wunderland Hamburg arbeitete er bis zur Pensionierung im Jahre 2007. Aufgrund seiner Liebe zur Luftfahrt beschäftigte er sich schon von klein auf mit diesem Thema. Mit 11 Jahren zog seine Familie nach Fuhlsbüttel um und damit in direkte Nähe zum Hamburger Flughafen, den er nach Möglichkeit jeden Nachmittag besuchte. Später spezialisierte er sich auf Unfälle im Bereich der Luftfahrt, weil er beim ersten großen Flug Flugangst bekommen hatte und das Thema genauer kennen lernen wollte. Nach kurzer Zeit stellte er fest, daß die Wahrscheinlichkeit minimal ist, beim Fliegen einen Unfall zu erleben. Die Angst ist seitdem verschwunden, und er schrieb ein erstes Buch mit dem bezeichnenden Titel „ . . . und alle haben überlebt!“. Im Jahresrhythmus folgten weitere fünf Bände über Flugzeugunfälle. Er gilt heute als Spezialist auf diesem Gebiet.
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