„Ich fliege in den Tod“

An einem Helikopter war die Tür falsch montiert. Sie öffnete und löste sich im Flug und eine auf dem Rücksitz hängende Jacke wurde herausgeweht. Diese verfing sich so unglücklich im Heckrotor, daß der ausfiel. Der Helikopter geriet daraufhin außer Kontrolle und taumelte zu Boden. Die letzten Worte des Piloten sind gleichermaßen tragisch wie eindeutig: „Ich fliege in den Tod.“ (05.08.1986 / Aerospatiale Lama / Air Glaciers / HB-XLT / Alpen – Mönch – Schweiz). Übrigens war dieser Helikopter bereits einmal verunglückt, als er nach der Kollision mit einer Telefonleitung abgestürzt war. Der Pilot war seinerzeit schwer verletzt worden. Eigentlich sollte der Heli verschrottet werden, wurde aber mit Teilen eines anderen Helikopters wieder aufgebaut (06.06.1984 / Fully – Wallis – Schweiz)

Über Jochen W. Braun

Jochen W. Braun wurde 1942 in Hamburg geboren. Er ist verheiratet und hat drei Söhne. Nach dem Abitur auf dem Johanneum in Hamburg studierte er Betriebswirtschaft in Tübingen und Hamburg. Bei den Hamburger Hauniwerken, danach in Frankfurt und Stuttgart bei der Firma Sperry (später Unisys) und im mit seiner Unterstützung gegründeten Familienbetrieb Miniatur Wunderland Hamburg arbeitete er bis zur Pensionierung im Jahre 2007. Aufgrund seiner Liebe zur Luftfahrt beschäftigte er sich schon von klein auf mit diesem Thema. Mit 11 Jahren zog seine Familie nach Fuhlsbüttel um und damit in direkte Nähe zum Hamburger Flughafen, den er nach Möglichkeit jeden Nachmittag besuchte. Später spezialisierte er sich auf Unfälle im Bereich der Luftfahrt, weil er beim ersten großen Flug Flugangst bekommen hatte und das Thema genauer kennen lernen wollte. Nach kurzer Zeit stellte er fest, daß die Wahrscheinlichkeit minimal ist, beim Fliegen einen Unfall zu erleben. Die Angst ist seitdem verschwunden, und er schrieb ein erstes Buch mit dem bezeichnenden Titel „ . . . und alle haben überlebt!“. Im Jahresrhythmus folgten weitere fünf Bände über Flugzeugunfälle. Er gilt heute als Spezialist auf diesem Gebiet.
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