Steward serviert Tee nach Notlandung

Die Crew soll auch mal einen ausgeben? Wieso nicht? So geschehen bei einer Notlandung vor 60 Jahren. Eine defekte Benzinpumpe haut alles kurz und klein, darunter auch die Benzinleitung, ein Motor fängt Feuer. Der Pilot entschließt sich zur Notlandung 170km nordöstlich von New York. Kurz vor dem Aufsetzen bei Willimantic fällt der brennende Motor ab und wegen eines Hydraulikschadens ist auch das Fahrwerk nicht mehr ausfahrbar. Macht nichts, die anschließende Bauchlandung auf einem Feld geht dennoch recht glimpflich vonstatten, denn weder werden Passagiere verletzt, noch ist das Flugzeug übermäßig kaputt, es wird später repariert. Und nun gibt der Steward einen aus: Er kocht Tee und serviert diesen stilgerecht seinen 42 gestrandeten Passagieren. Englisch? Falsch, es war die amerikanische „PAA“! Damals wußte man eben noch weltweit guten Stil zu verbreiten (18.06.1946 / Lockheed L-049 Constellation / NC88858).

Über Jochen W. Braun

Jochen W. Braun wurde 1942 in Hamburg geboren. Er ist verheiratet und hat drei Söhne. Nach dem Abitur auf dem Johanneum in Hamburg studierte er Betriebswirtschaft in Tübingen und Hamburg. Bei den Hamburger Hauniwerken, danach in Frankfurt und Stuttgart bei der Firma Sperry (später Unisys) und im mit seiner Unterstützung gegründeten Familienbetrieb Miniatur Wunderland Hamburg arbeitete er bis zur Pensionierung im Jahre 2007. Aufgrund seiner Liebe zur Luftfahrt beschäftigte er sich schon von klein auf mit diesem Thema. Mit 11 Jahren zog seine Familie nach Fuhlsbüttel um und damit in direkte Nähe zum Hamburger Flughafen, den er nach Möglichkeit jeden Nachmittag besuchte. Später spezialisierte er sich auf Unfälle im Bereich der Luftfahrt, weil er beim ersten großen Flug Flugangst bekommen hatte und das Thema genauer kennen lernen wollte. Nach kurzer Zeit stellte er fest, daß die Wahrscheinlichkeit minimal ist, beim Fliegen einen Unfall zu erleben. Die Angst ist seitdem verschwunden, und er schrieb ein erstes Buch mit dem bezeichnenden Titel „ . . . und alle haben überlebt!“. Im Jahresrhythmus folgten weitere fünf Bände über Flugzeugunfälle. Er gilt heute als Spezialist auf diesem Gebiet.
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