Jochen W. Braun: „… und niemand hat überlebt!“

2. Auflage, Münster 2008, ISBN 978-3-86582-658-9; € 17,90

Das vorliegende Buch enthält wiederum 25 Geschichten von Abstürzen, die – wie es im Untersuchungsbericht stets heißt – nicht überlebbar waren. Ich habe auch in diesem vierten Band einen weiten Bogen von der Frühzeit der Fliegerei bis zum heutigen Tag geschlagen. So schildere ich in diesem Buch Unfälle, zwischen denen genau einhundert Jahre liegen.

Der am weitesten zurückliegende Absturz befaßt sich mit der ersten Fahrt eines Ballons zum Nordpol im Jahre 1897, ein in damaligen Zeiten geradeswegs unglaublich mutiges Unterfangen. Der Ballon verschwand spurlos. Eine vernünftige Suche nach heutigen Maßstäben konnte seinerzeit überhaupt nicht stattfinden. So ist es nicht verwunderlich, dass die Forscher 33 Jahre verschollen blieben, bis ihre sterblichen Überreste 1930 zufällig entdeckt wurden und erst vor wenigen Jahren hat man herausgefunden, warum sie damals starben.

Der Ballon nach der Notlandung

Der Ballon nach der Notlandung

Während dieses Unglück heute nur von wenigen Menschen erinnert wird, werden Ihnen andere Unfälle durchaus bekannt vorkommen:

Skizze des folgenschweren Zusammenstoßes

Skizze des folgenschweren Zusammenstoßes

  • die damals folgenschwerste Kollision zweier Flugzeuge über dem Grand Canyon im Jahre 1956
Trümmer des abgestürzten Aeroflot Airbus

Trümmer des abgestürzten Aeroflot Airbus

  • der Absturz eines neuen Airbus, weil der Pilot seinen Sohn steuern ließ
DC-10 TC-JAV bei einem Besuch in Hamburg (Foto Martin Maibrink)

DC-10 TC-JAV bei einem Besuch in Hamburg (Foto Martin Maibrink)

  • der durch Schlamperei verursachte Absturz einer DC-10 bei Paris mit 346 Toten
  • das Unglück der Birgenair Boeing in der Karibik

Weniger bekannte Geschichten werden Sie in diesem Buch aber ebenso finden:

  • den Absturz einer DC-6 mittels einer Bombe, weil ein Sohn seine Mutter „unbemerkt“ töten wollte
Heck der explodierten DC-6

Heck der explodierten DC-6

  • den Zusammenstoß eines US-Bombers mit dem Empire State Building in dichtem Nebel
Blick von der Spitze des Empire State Building auf das 79. Stockwerk

Blick von der Spitze des Empire State Building auf das 79. Stockwerk

  • den Absturz einer Boeing, weil tonnenweise brennbares Material unsachgemäß verstaut worden war
  • zwei Fälle von Mord im Cockpit mit anschließenden Abstürzen
Absturzort der Fairchild F-27

Absturzort der Fairchild F-27

Es hat mich einige Überwindung gekostet, das Buch zu schreiben, weil es diesmal keine Überlebenden gab und damit kein positives Erlebnis. Vorangetrieben hat mich vor allem die Freude auf den fünften Band.

Das Buch ist vergriffen. Restexemplare können noch über www.miniatur-wunderland.de oder www.flugunfaelle.de bestellt werden.

Über Jochen Braun

Jochen W. Braun wurde 1942 in Hamburg geboren. Er ist verheiratet und hat drei Söhne. Nach dem Abitur auf dem Johanneum in Hamburg studierte er Betriebswirtschaft in Tübingen und Hamburg. Bei den Hamburger Hauniwerken, danach in Frankfurt und Stuttgart bei der Firma Sperry (später Unisys) und im mit seiner Unterstützung gegründeten Familienbetrieb Miniatur Wunderland Hamburg arbeitete er bis zur Pensionierung im Jahre 2007. Aufgrund seiner Liebe zur Luftfahrt beschäftigte er sich schon von klein auf mit diesem Thema. Mit 11 Jahren zog seine Familie nach Fuhlsbüttel um und damit in direkte Nähe zum Hamburger Flughafen, den er nach Möglichkeit jeden Nachmittag besuchte. Später spezialisierte er sich auf Unfälle im Bereich der Luftfahrt, weil er beim ersten großen Flug Flugangst bekommen hatte und das Thema genauer kennen lernen wollte. Nach kurzer Zeit stellte er fest, daß die Wahrscheinlichkeit minimal ist, beim Fliegen einen Unfall zu erleben. Die Angst ist seitdem verschwunden, und er schrieb ein erstes Buch mit dem bezeichnenden Titel „ . . . und alle haben überlebt!“. Im Jahresrhythmus folgten weitere fünf Bände über Flugzeugunfälle. Er gilt heute als Spezialist auf diesem Gebiet.
Dieser Beitrag wurde unter Flugunfälle veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten auf Jochen W. Braun: „… und niemand hat überlebt!“

  1. Britta Kirschberg sagt:

    Sehr geehrter Herr Braun, Ihr Buch „… und keiner hat überlebt“ ist leider im Handel nicht mehr erhältlich. Sehr gerne hätte ich es zu Weihnachten verschenkt und frage Sie deshalb, ob Sie eine Möglichkeit sehen, dieses in nächster Zeit käuflich zu erwerben oder wird es in nächster Zeit noch einmal aufgelegt?
    Mit freundlichen Grüßen
    B.Kirschberg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass alle eingegebenen Daten und meine IP-Adresse nur zum Zweck der Spamvermeidung durch das Programm Akismet in den USA überprüft und gespeichert werden. Weitere Hinweise: Datenschutz.