Turbinen nach Crash nicht abstellbar

Hochinteressant sind die Begleitumstände des Unfalls eines Flugzeugs, das sich in 50m Höhe gerade im Steigflug befindet. Böen mit bis zu 110 km/h drücken die Maschine trotz voller Schubleistung wieder zurück auf die Erde. Hart ist der Aufprall und das Flugzeug rutscht 640 Meter weit über das Bahnende hinaus bis auf eine Straße. Feuer bricht aus, aber das ist nicht das Hauptproblem: die Motoren lassen sich nicht abstellen und sind derart eine große Gefahr für die aus der Boeing springenden Insassen. Glücklicherweise können alle 134 Menschen den unter Vollast laufenden Triebwerken entkommen. Erst die Feuerwehr schafft es, die Dinger abzustellen, indem sie sie einfach mit Löschschaum vollpumpt (07.08.1975 / Boeing 727 / N88777 / 15 Verletzte).

Über Jochen W. Braun

Jochen W. Braun wurde 1942 in Hamburg geboren. Er ist verheiratet und hat drei Söhne. Nach dem Abitur auf dem Johanneum in Hamburg studierte er Betriebswirtschaft in Tübingen und Hamburg. Bei den Hamburger Hauniwerken, danach in Frankfurt und Stuttgart bei der Firma Sperry (später Unisys) und im mit seiner Unterstützung gegründeten Familienbetrieb Miniatur Wunderland Hamburg arbeitete er bis zur Pensionierung im Jahre 2007. Aufgrund seiner Liebe zur Luftfahrt beschäftigte er sich schon von klein auf mit diesem Thema. Mit 11 Jahren zog seine Familie nach Fuhlsbüttel um und damit in direkte Nähe zum Hamburger Flughafen, den er nach Möglichkeit jeden Nachmittag besuchte. Später spezialisierte er sich auf Unfälle im Bereich der Luftfahrt, weil er beim ersten großen Flug Flugangst bekommen hatte und das Thema genauer kennen lernen wollte. Nach kurzer Zeit stellte er fest, daß die Wahrscheinlichkeit minimal ist, beim Fliegen einen Unfall zu erleben. Die Angst ist seitdem verschwunden, und er schrieb ein erstes Buch mit dem bezeichnenden Titel „ . . . und alle haben überlebt!“. Im Jahresrhythmus folgten weitere fünf Bände über Flugzeugunfälle. Er gilt heute als Spezialist auf diesem Gebiet.
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