Pilot lernt nicht aus seiner Erfahrung

Der hier geschilderte Fall ist ebenso haarsträubend wie die Handlung des Piloten nicht nachvollziehbar. Als der erste Startversuch des Flugzeugs wegen starker Vereisung der Tragflächen nach der Bodenberührung einer Flügelspitze abgebrochen wird, beginnt der Pilot, das Eis mit der bloßen Faust abzuschlagen. Der nächste Startversuch belehrt den Mann, daß das nicht ausreichend gewesen sein kann, denn das Flugzeug der „Sair Aviation“ stürzt unkontrollierbar ab (19.03.1984 / Beech 18 / N218X / 1 Toter).

Über Jochen W. Braun

Jochen W. Braun wurde 1942 in Hamburg geboren. Er ist verheiratet und hat drei Söhne. Nach dem Abitur auf dem Johanneum in Hamburg studierte er Betriebswirtschaft in Tübingen und Hamburg. Bei den Hamburger Hauniwerken, danach in Frankfurt und Stuttgart bei der Firma Sperry (später Unisys) und im mit seiner Unterstützung gegründeten Familienbetrieb Miniatur Wunderland Hamburg arbeitete er bis zur Pensionierung im Jahre 2007. Aufgrund seiner Liebe zur Luftfahrt beschäftigte er sich schon von klein auf mit diesem Thema. Mit 11 Jahren zog seine Familie nach Fuhlsbüttel um und damit in direkte Nähe zum Hamburger Flughafen, den er nach Möglichkeit jeden Nachmittag besuchte. Später spezialisierte er sich auf Unfälle im Bereich der Luftfahrt, weil er beim ersten großen Flug Flugangst bekommen hatte und das Thema genauer kennen lernen wollte. Nach kurzer Zeit stellte er fest, daß die Wahrscheinlichkeit minimal ist, beim Fliegen einen Unfall zu erleben. Die Angst ist seitdem verschwunden, und er schrieb ein erstes Buch mit dem bezeichnenden Titel „ . . . und alle haben überlebt!“. Im Jahresrhythmus folgten weitere fünf Bände über Flugzeugunfälle. Er gilt heute als Spezialist auf diesem Gebiet.
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