Hijacker stirbt im Schwitzkasten

Selbstjustiz ist nach unserem Verständnis nicht erlaubt, aber bei diesem Fall einer Flugzeugentführung konnte ich mich doch nicht eindeutig auf die Seite des getöteten Hijackers stellen. Der Mann, der eine Stewardeß in seine Gewalt bringt und diese mit einer brennbaren Flüssigkeit bedroht, hat bei der bedauernswerten Frau vermutlich ein lebenslanges Trauma hinterlassen. Er jedoch überlebt die Tat nicht. Nur einen kleinen Moment ist er unaufmerksam, da stürzen sich ein Crewmitglied und ein Passagier auf ihn. Der Hijacker wird derart intensiv in den Schwitzkasten genommen, daß er erstickt, weil er nicht mehr atmen kann. Ganz im Gegenteil die 146 anderen Insassen: sie atmen auf (10.04.1981 / Airbus A300 / 1 Toter).

Über Jochen W. Braun

Jochen W. Braun wurde 1942 in Hamburg geboren. Er ist verheiratet und hat drei Söhne. Nach dem Abitur auf dem Johanneum in Hamburg studierte er Betriebswirtschaft in Tübingen und Hamburg. Bei den Hamburger Hauniwerken, danach in Frankfurt und Stuttgart bei der Firma Sperry (später Unisys) und im mit seiner Unterstützung gegründeten Familienbetrieb Miniatur Wunderland Hamburg arbeitete er bis zur Pensionierung im Jahre 2007. Aufgrund seiner Liebe zur Luftfahrt beschäftigte er sich schon von klein auf mit diesem Thema. Mit 11 Jahren zog seine Familie nach Fuhlsbüttel um und damit in direkte Nähe zum Hamburger Flughafen, den er nach Möglichkeit jeden Nachmittag besuchte. Später spezialisierte er sich auf Unfälle im Bereich der Luftfahrt, weil er beim ersten großen Flug Flugangst bekommen hatte und das Thema genauer kennen lernen wollte. Nach kurzer Zeit stellte er fest, daß die Wahrscheinlichkeit minimal ist, beim Fliegen einen Unfall zu erleben. Die Angst ist seitdem verschwunden, und er schrieb ein erstes Buch mit dem bezeichnenden Titel „ . . . und alle haben überlebt!“. Im Jahresrhythmus folgten weitere fünf Bände über Flugzeugunfälle. Er gilt heute als Spezialist auf diesem Gebiet.
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