Unaufmerksamkeit fuehrt zu Tod

Die meisten Todesfälle durch Berührung mit Rotoren und Propellern gibt es bei Arbeiten des Bodenpersonals. Bedingt ist dies nachvollziehbar, denn diese Hilfskräfte sind im Allgemeinen durch Ohrenschützer vor dem übermäßigen Lärm der Luftschrauben geschützt. Dadurch jedoch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, sich dem Gefahrenherd unbemerkt zu sehr zu nähern. Dies widerfährt einem Mann des Bodenpersonals, der nach erfolgreichem Start des ersten Propellers einer Viermotorigen das Startgerät abklemmen soll. Er braucht hierfür etwas länger und gerät beim Zurückgehen in den gerade hochlaufenden zweiten Propeller (09.10.1989 / Lockheed 188 Electra / N342HA / 1 Toter am Boden).

Über Jochen W. Braun

Jochen W. Braun wurde 1942 in Hamburg geboren. Er ist verheiratet und hat drei Söhne. Nach dem Abitur auf dem Johanneum in Hamburg studierte er Betriebswirtschaft in Tübingen und Hamburg. Bei den Hamburger Hauniwerken, danach in Frankfurt und Stuttgart bei der Firma Sperry (später Unisys) und im mit seiner Unterstützung gegründeten Familienbetrieb Miniatur Wunderland Hamburg arbeitete er bis zur Pensionierung im Jahre 2007. Aufgrund seiner Liebe zur Luftfahrt beschäftigte er sich schon von klein auf mit diesem Thema. Mit 11 Jahren zog seine Familie nach Fuhlsbüttel um und damit in direkte Nähe zum Hamburger Flughafen, den er nach Möglichkeit jeden Nachmittag besuchte. Später spezialisierte er sich auf Unfälle im Bereich der Luftfahrt, weil er beim ersten großen Flug Flugangst bekommen hatte und das Thema genauer kennen lernen wollte. Nach kurzer Zeit stellte er fest, daß die Wahrscheinlichkeit minimal ist, beim Fliegen einen Unfall zu erleben. Die Angst ist seitdem verschwunden, und er schrieb ein erstes Buch mit dem bezeichnenden Titel „ . . . und alle haben überlebt!“. Im Jahresrhythmus folgten weitere fünf Bände über Flugzeugunfälle. Er gilt heute als Spezialist auf diesem Gebiet.
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