Das Dole-Rennen

Nur zwei von zehn teilnehmenden Flugzeugen erreichen Honolulu, nachdem ein betuchter Ananasbaron 25.000 US$ (heute ca. 225.000 €) für den schnellsten Flug von Oakland, Kalifornien nach Honolulu auslobt. 100.000 Zuschauer sind vor Ort, um die am Starttag, dem 16.08.1927 noch verbliebenen acht Teilnehmer zu verabschieden. Opfer des berühmten „Dole-Rennens“:

  1. Ein Flugzeug gerät auf dem Weg von San Diego nach Oakland in eine Nebelbank und stürzt ab (10.08.1927 / 2 Tote)
  2. Bei einem Testflug stürzt der zweite Teilnehmer, Arthur V. Rogers ab (11.08.1927 / 1 Toter)
  3. Beim Anflug auf Oakland stürzt die nächste Maschine in die San Francisco Bay. J.L. Giffin und Theodore S. Lundgren werden nicht verletzt (11.08.1927).
  4. Livingstone Irving kommt erst gar nicht hoch mit seinem hoffnungslos überladenen Flugzeug. Bei einer Vollbremsung am Ende der Bahn dreht sich die Maschine und es kommt zum Überschlag, Irving aber wird nicht einmal verletzt (Breese 5 „Pabco Pacific Flyer“ / NX 646).
  5. Norman A. Goddard und Kenneth C. Hawkins kommen immerhin schon in die Luft, geraten aber sofort in eine nicht mehr kontrollierbare Fluglage, stürzen ab und lassen ihr Leben („El Encanto“, 2 Tote)
  6. Bennett Giffin und Al Henley haben einen guten Start, müssen aber in San Francisco landen und wegen technischer Probleme aufgeben
  7. Gordon Scott und Jack Forest werden nie wieder gesichtet (Lockheed Vega „Golden Eagle“, NX913, 2 Tote)
  8. Bill Erwin und Alvin Eichwaldt erleiden das gleiche Schicksal („Dallas Spirit“, 2 Tote).
  9. Augy Pedlar, Silas Knope und Mildred Doran werden ebenfalls bis heute vermißt. Möglicherweise hätten die drei es sogar geschafft, sie kehren allerdings wegen eines Defekts um und reparieren diesen, bevor sie neu starten. In der Hektik jedoch vergessen sie, die Maschine nachzutanken (Buhl „Miss Doran“, 3 Tote).

Über Jochen W. Braun

Jochen W. Braun wurde 1942 in Hamburg geboren. Er ist verheiratet und hat drei Söhne. Nach dem Abitur auf dem Johanneum in Hamburg studierte er Betriebswirtschaft in Tübingen und Hamburg. Bei den Hamburger Hauniwerken, danach in Frankfurt und Stuttgart bei der Firma Sperry (später Unisys) und im mit seiner Unterstützung gegründeten Familienbetrieb Miniatur Wunderland Hamburg arbeitete er bis zur Pensionierung im Jahre 2007. Aufgrund seiner Liebe zur Luftfahrt beschäftigte er sich schon von klein auf mit diesem Thema. Mit 11 Jahren zog seine Familie nach Fuhlsbüttel um und damit in direkte Nähe zum Hamburger Flughafen, den er nach Möglichkeit jeden Nachmittag besuchte. Später spezialisierte er sich auf Unfälle im Bereich der Luftfahrt, weil er beim ersten großen Flug Flugangst bekommen hatte und das Thema genauer kennen lernen wollte. Nach kurzer Zeit stellte er fest, daß die Wahrscheinlichkeit minimal ist, beim Fliegen einen Unfall zu erleben. Die Angst ist seitdem verschwunden, und er schrieb ein erstes Buch mit dem bezeichnenden Titel „ . . . und alle haben überlebt!“. Im Jahresrhythmus folgten weitere fünf Bände über Flugzeugunfälle. Er gilt heute als Spezialist auf diesem Gebiet.
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