Renitenter Passagier stirbt nach Beruhigungsspritze

Häufig bedingt durch übermäßigen Alkoholgenuss gibt es den sogenannten renitenten Passagier. Die Störer sind sich allerdings meist nicht im Klaren darüber, daß sie gegebenenfalls die Kosten tragen müssen, die durch Gegenmaßnahmen anfallen. Das können ganz schnell sechsstellige Beträge sein, wenn die Maschine umkehren oder außerplanmäßig landen muß. Im vorliegenden Fall jedoch kann der unter Alkohol- und Drogeneinfluß stehende Finne nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden. Der Mann verhält sich derart aggressiv gegen eine Stewardeß, daß die Besatzung keine andere Möglichkeit sieht, als ihn ruhig zu stellen. Ein an Bord der „Malev“ Maschine mitfliegender Arzt verabreicht ihm eine Beruhigungsspritze, die der Passagier nicht überlebt (05.12.1998 / 1 Toter).

Über Jochen W. Braun

Jochen W. Braun wurde 1942 in Hamburg geboren. Er ist verheiratet und hat drei Söhne. Nach dem Abitur auf dem Johanneum in Hamburg studierte er Betriebswirtschaft in Tübingen und Hamburg. Bei den Hamburger Hauniwerken, danach in Frankfurt und Stuttgart bei der Firma Sperry (später Unisys) und im mit seiner Unterstützung gegründeten Familienbetrieb Miniatur Wunderland Hamburg arbeitete er bis zur Pensionierung im Jahre 2007. Aufgrund seiner Liebe zur Luftfahrt beschäftigte er sich schon von klein auf mit diesem Thema. Mit 11 Jahren zog seine Familie nach Fuhlsbüttel um und damit in direkte Nähe zum Hamburger Flughafen, den er nach Möglichkeit jeden Nachmittag besuchte. Später spezialisierte er sich auf Unfälle im Bereich der Luftfahrt, weil er beim ersten großen Flug Flugangst bekommen hatte und das Thema genauer kennen lernen wollte. Nach kurzer Zeit stellte er fest, daß die Wahrscheinlichkeit minimal ist, beim Fliegen einen Unfall zu erleben. Die Angst ist seitdem verschwunden, und er schrieb ein erstes Buch mit dem bezeichnenden Titel „ . . . und alle haben überlebt!“. Im Jahresrhythmus folgten weitere fünf Bände über Flugzeugunfälle. Er gilt heute als Spezialist auf diesem Gebiet.
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