Drei Helikopter einer Firma stuerzen an einem Tag ab

Der aus meiner Sicht spektakulärste Vorfall mit Schneeblendung erwischt gleich drei Hubschrauber der Fluggesellschaft „Temsco Helicopters“ in Alaska. Der erste Heli fliegt mit 5 Touristen eines Kreuzfahrtschiffes zum Herbertgletscher und will dort landen, um den Passagieren das Begehen des Gletschers zu ermöglichen. Der Pilot verschätzt sich mit der Höhe, kracht hart mit einer Kufe auf und der Hubschrauber kippt um. Ein Passagier wird dabei schwer verletzt. Kurz darauf eilt ein zweiter Helikopter von „Temsco“ zu Hilfe. Die Zwei-Mann-Crew erleidet das gleiche Schicksal: der Heli kippt bei der Landung und rollt 25 Meter einen Eishang hinab, glücklicherweise ohne die Crew zu verletzen. Ein dritter Helikopter wird angefordert. Beim Aufsetzen neben der verunglückten Schwestermaschine verschätzt sich auch diese Crew. Der Heli rutscht mit 45 km/h Vorwärtsgeschwindigkeit noch 15 Meter auf dem Eis, bevor er gegen eine Eiskante prallt, sich überschlägt und schwer beschädigt auf der Seite liegen bleibt. Alle drei Helikopter werden später geborgen und repariert (10.09.1999 / Eurocopter Ecureuil / N6007S + N6052C + N6099Y / 6 Verletzte).

Über Jochen W. Braun

Jochen W. Braun wurde 1942 in Hamburg geboren. Er ist verheiratet und hat drei Söhne. Nach dem Abitur auf dem Johanneum in Hamburg studierte er Betriebswirtschaft in Tübingen und Hamburg. Bei den Hamburger Hauniwerken, danach in Frankfurt und Stuttgart bei der Firma Sperry (später Unisys) und im mit seiner Unterstützung gegründeten Familienbetrieb Miniatur Wunderland Hamburg arbeitete er bis zur Pensionierung im Jahre 2007. Aufgrund seiner Liebe zur Luftfahrt beschäftigte er sich schon von klein auf mit diesem Thema. Mit 11 Jahren zog seine Familie nach Fuhlsbüttel um und damit in direkte Nähe zum Hamburger Flughafen, den er nach Möglichkeit jeden Nachmittag besuchte. Später spezialisierte er sich auf Unfälle im Bereich der Luftfahrt, weil er beim ersten großen Flug Flugangst bekommen hatte und das Thema genauer kennen lernen wollte. Nach kurzer Zeit stellte er fest, daß die Wahrscheinlichkeit minimal ist, beim Fliegen einen Unfall zu erleben. Die Angst ist seitdem verschwunden, und er schrieb ein erstes Buch mit dem bezeichnenden Titel „ . . . und alle haben überlebt!“. Im Jahresrhythmus folgten weitere fünf Bände über Flugzeugunfälle. Er gilt heute als Spezialist auf diesem Gebiet.
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