Benzindieb wird zum vierfachen Mörder

Zwischen dem Volltanken und dem Abflug geht ein Pilot noch für knapp zwei Stunden Besorgungen machen. Nach dem Start scheint anfangs alles gut zu gehen, doch dann bleibt urplötzlich und nach viel zu kurzer Flugstrecke der Motor stehen – kein Benzin mehr in den Tanks. Der Pilot versucht eine Notlandung, die wegen ungünstigen Geländes jedoch mißlingt. Das Flugzeug stürzt ab und alle Insassen müssen sterben. Die Schuld am Tod von vier Menschen hat ein Dieb, der die kurze Abwesenheit des Piloten nutzte, um eine beträchtliche Menge Benzin aus den Tanks abzuzapfen und so zum Mörder wurde (08.09.1990 / Piper PA-32 / N9327C / 4 Tote / Montgomery – New York – USA).

Über Jochen W. Braun

Jochen W. Braun wurde 1942 in Hamburg geboren. Er ist verheiratet und hat drei Söhne. Nach dem Abitur auf dem Johanneum in Hamburg studierte er Betriebswirtschaft in Tübingen und Hamburg. Bei den Hamburger Hauniwerken, danach in Frankfurt und Stuttgart bei der Firma Sperry (später Unisys) und im mit seiner Unterstützung gegründeten Familienbetrieb Miniatur Wunderland Hamburg arbeitete er bis zur Pensionierung im Jahre 2007. Aufgrund seiner Liebe zur Luftfahrt beschäftigte er sich schon von klein auf mit diesem Thema. Mit 11 Jahren zog seine Familie nach Fuhlsbüttel um und damit in direkte Nähe zum Hamburger Flughafen, den er nach Möglichkeit jeden Nachmittag besuchte. Später spezialisierte er sich auf Unfälle im Bereich der Luftfahrt, weil er beim ersten großen Flug Flugangst bekommen hatte und das Thema genauer kennen lernen wollte. Nach kurzer Zeit stellte er fest, daß die Wahrscheinlichkeit minimal ist, beim Fliegen einen Unfall zu erleben. Die Angst ist seitdem verschwunden, und er schrieb ein erstes Buch mit dem bezeichnenden Titel „ . . . und alle haben überlebt!“. Im Jahresrhythmus folgten weitere fünf Bände über Flugzeugunfälle. Er gilt heute als Spezialist auf diesem Gebiet.
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