Hoffnungslos verflogen, notgewassert und weit ab vom Land doch noch gerettet

Man kann mit Insektiziden nicht vorsichtig genug umgehen. Das wurde einem Piloten spätestens nach folgendem Vorfall klar: der Mann hatte auf dem Rückflug nach Hause sein mitgebrachtes Brot mit den noch an der Hand befindlichen Giften verseucht. Kurz nach den ersten Bissen wurde ihm sehr schlecht, er erbrach sich mehrfach und wurde ohnmächtig. Beim Erwachen sah er an seiner Seite ein F-18 Jagdflugzeug, dessen Pilot ihm unmißverständlich signaliserte, er solle sofort umdrehen. Das tat der Mann, mußte aber wegen Treibstoffmangels kurz darauf 250 Kilometer vom Festland entfernt im Pazifik notwassern. Es gelang ihm jedoch, seine Notfallausrüstung mit auf das Dach der noch schwimmenden Beech zu retten. Eine kleine Notlampe war es, die ihm schließlich die Rettung brachte, weil ein Seenotrettungsflugzeug auf der Suiche nach der notgewasserten Maschine die Blinksignale entdeckte. Eine halbe Stunde später wurde der Mann von einen Rettungshelikopter an Bord genommen (23.05.2000 / Beechcraft Super King Air 200 / N24CV / Calico Venture LLC / 250 km entfernt von San Diego – California – USA).

Über Jochen W. Braun

Jochen W. Braun wurde 1942 in Hamburg geboren. Er ist verheiratet und hat drei Söhne. Nach dem Abitur auf dem Johanneum in Hamburg studierte er Betriebswirtschaft in Tübingen und Hamburg. Bei den Hamburger Hauniwerken, danach in Frankfurt und Stuttgart bei der Firma Sperry (später Unisys) und im mit seiner Unterstützung gegründeten Familienbetrieb Miniatur Wunderland Hamburg arbeitete er bis zur Pensionierung im Jahre 2007. Aufgrund seiner Liebe zur Luftfahrt beschäftigte er sich schon von klein auf mit diesem Thema. Mit 11 Jahren zog seine Familie nach Fuhlsbüttel um und damit in direkte Nähe zum Hamburger Flughafen, den er nach Möglichkeit jeden Nachmittag besuchte. Später spezialisierte er sich auf Unfälle im Bereich der Luftfahrt, weil er beim ersten großen Flug Flugangst bekommen hatte und das Thema genauer kennen lernen wollte. Nach kurzer Zeit stellte er fest, daß die Wahrscheinlichkeit minimal ist, beim Fliegen einen Unfall zu erleben. Die Angst ist seitdem verschwunden, und er schrieb ein erstes Buch mit dem bezeichnenden Titel „ . . . und alle haben überlebt!“. Im Jahresrhythmus folgten weitere fünf Bände über Flugzeugunfälle. Er gilt heute als Spezialist auf diesem Gebiet.
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