Zu spaet gebremst – Boeing landet im Graben

Der Pilot einer Boeing überschätzt die Bremswirkung seines Jets beim Rollen auf dem Taxiway so nachdrücklich, daß er nicht nur über den Rand der befestigten Fläche hinausrollt, sondern auch gleich in den nächstgelegenen Graben. Das hält das Bugrad nicht aus, es kollabiert, was die Bergung der „Chateau de Compiegne“ genannten Maschine nicht gerade erleichtert. Es vergeht ein ganzer Tag, bis das Hindernis beseitigt ist und der hoch frequentierte Flughafen JFK wieder zu normaler Tagesarbeit übergehen kann. Die 161 unverletzten Insassen allerdings können ihren Angehörigen später eine richtig spannende Story erzählen (13.08.1964 / Air France / Boeing 707 / F-BHSQ / New York – USA).

Über Jochen W. Braun

Jochen W. Braun wurde 1942 in Hamburg geboren. Er ist verheiratet und hat drei Söhne. Nach dem Abitur auf dem Johanneum in Hamburg studierte er Betriebswirtschaft in Tübingen und Hamburg. Bei den Hamburger Hauniwerken, danach in Frankfurt und Stuttgart bei der Firma Sperry (später Unisys) und im mit seiner Unterstützung gegründeten Familienbetrieb Miniatur Wunderland Hamburg arbeitete er bis zur Pensionierung im Jahre 2007. Aufgrund seiner Liebe zur Luftfahrt beschäftigte er sich schon von klein auf mit diesem Thema. Mit 11 Jahren zog seine Familie nach Fuhlsbüttel um und damit in direkte Nähe zum Hamburger Flughafen, den er nach Möglichkeit jeden Nachmittag besuchte. Später spezialisierte er sich auf Unfälle im Bereich der Luftfahrt, weil er beim ersten großen Flug Flugangst bekommen hatte und das Thema genauer kennen lernen wollte. Nach kurzer Zeit stellte er fest, daß die Wahrscheinlichkeit minimal ist, beim Fliegen einen Unfall zu erleben. Die Angst ist seitdem verschwunden, und er schrieb ein erstes Buch mit dem bezeichnenden Titel „ . . . und alle haben überlebt!“. Im Jahresrhythmus folgten weitere fünf Bände über Flugzeugunfälle. Er gilt heute als Spezialist auf diesem Gebiet.
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