Panik in einer vollbesetzten 727 fuehrt zu 24 Verletzten

Ein halbes Dutzend mit vielen Verletzten verlaufene Fälle in meiner Statistik, die zudem ähnlich verlaufen, zeugen davon, daß Passagiere beim Start übernervös sind. Ein Beispiel: die APU dieselt nach, ein wenig Rauch ist sichtbar und schon brüllt einer der 155 Insassen „Feuer“. Die schnell Entschlossenen unter den Passagieren beginnen sofort mit ihrer persönlichen Notevakuierung, indem sie Türen und Notausstiege öffnen. Da es nun auch für die anfangs Besonnenen kein Halten mehr gibt, muß die Crew notgedrungen „mitspielen“. Dennoch kommt es bei der Panik unnötigerweise zu vielen schweren Verletzungen (27.03.1988 / Boeing 727 / Northwest Airlines / N277US / 24 Verletzte / Detroit – Michigan – USA).

Über Jochen W. Braun

Jochen W. Braun wurde 1942 in Hamburg geboren. Er ist verheiratet und hat drei Söhne. Nach dem Abitur auf dem Johanneum in Hamburg studierte er Betriebswirtschaft in Tübingen und Hamburg. Bei den Hamburger Hauniwerken, danach in Frankfurt und Stuttgart bei der Firma Sperry (später Unisys) und im mit seiner Unterstützung gegründeten Familienbetrieb Miniatur Wunderland Hamburg arbeitete er bis zur Pensionierung im Jahre 2007. Aufgrund seiner Liebe zur Luftfahrt beschäftigte er sich schon von klein auf mit diesem Thema. Mit 11 Jahren zog seine Familie nach Fuhlsbüttel um und damit in direkte Nähe zum Hamburger Flughafen, den er nach Möglichkeit jeden Nachmittag besuchte. Später spezialisierte er sich auf Unfälle im Bereich der Luftfahrt, weil er beim ersten großen Flug Flugangst bekommen hatte und das Thema genauer kennen lernen wollte. Nach kurzer Zeit stellte er fest, daß die Wahrscheinlichkeit minimal ist, beim Fliegen einen Unfall zu erleben. Die Angst ist seitdem verschwunden, und er schrieb ein erstes Buch mit dem bezeichnenden Titel „ . . . und alle haben überlebt!“. Im Jahresrhythmus folgten weitere fünf Bände über Flugzeugunfälle. Er gilt heute als Spezialist auf diesem Gebiet.
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