Helikopterabsturz durch Ersatzteil vom grauen Markt

Innerhalb von nur fünf Jahren hat ein Helikopter drei Unfälle, die verschiedene Gründe hatten. Beim ersten Unfall am 08.10.1966 ist ein Einweiser falsch positioniert worden. Der Heli soll einen Mast setzen, wird nicht rechtzeitig gewarnt und berührt dabei ein Kabel mit dem Heckrotor. Die Notlandung verläuft glimpflich. Fast genau ein Jahr danach wird der Hubschrauber am 04.10.1967 Opfer einer Windböe, deren Stärke beträchtliche 60 km/h betragen haben muß. Da der Heli zu nahe an Hindernissen parkt, kracht der Rotor gegen eine Zapfsäule. Erst beim letzten Unfall wird die Sikorsky zerstört. Man hatte ein Ersatzteil vom grauen Markt eingebaut, das nicht genügend feuergehärtet war. Im Flug bricht der Rotorkopf weg. Durch Pfennigfuchserei oder Betrug werden das Leben der beiden Piloten ausgelöscht und der Heli zerstört (12.08.1971 / Sikorsky S-55 / Trans-Alaska Helicopters / N5096V / 2 Tote / Valdez – Alaska – USA).

Über Jochen W. Braun

Jochen W. Braun wurde 1942 in Hamburg geboren. Er ist verheiratet und hat drei Söhne. Nach dem Abitur auf dem Johanneum in Hamburg studierte er Betriebswirtschaft in Tübingen und Hamburg. Bei den Hamburger Hauniwerken, danach in Frankfurt und Stuttgart bei der Firma Sperry (später Unisys) und im mit seiner Unterstützung gegründeten Familienbetrieb Miniatur Wunderland Hamburg arbeitete er bis zur Pensionierung im Jahre 2007. Aufgrund seiner Liebe zur Luftfahrt beschäftigte er sich schon von klein auf mit diesem Thema. Mit 11 Jahren zog seine Familie nach Fuhlsbüttel um und damit in direkte Nähe zum Hamburger Flughafen, den er nach Möglichkeit jeden Nachmittag besuchte. Später spezialisierte er sich auf Unfälle im Bereich der Luftfahrt, weil er beim ersten großen Flug Flugangst bekommen hatte und das Thema genauer kennen lernen wollte. Nach kurzer Zeit stellte er fest, daß die Wahrscheinlichkeit minimal ist, beim Fliegen einen Unfall zu erleben. Die Angst ist seitdem verschwunden, und er schrieb ein erstes Buch mit dem bezeichnenden Titel „ . . . und alle haben überlebt!“. Im Jahresrhythmus folgten weitere fünf Bände über Flugzeugunfälle. Er gilt heute als Spezialist auf diesem Gebiet.
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