Servicewagen durchschlaegt Cockpittuer

Flug BA559 hätte böse enden können, wäre nicht zum Schluß ein Quentchen Glück im Spiel gewesen: als die Crew vollen Umkehrschub zum Bremsen auf einer recht kurzen Landebahn geben muß, löst sich im Heck der nicht sicher verzurrte Servierwagen, rollt durch das komplette Flugzeug und durchbricht die geschlossene Cockpittür. Kurz vor den Triebwerkhebeln verkeilt sich das Teil und Esenreste sowie bentztes Geschirr ergießen sich über die Mittelkonsole. Die Piloten aber können den Bremsvorgang sicher beenden, niemand wird verletzt. Nicht einer der Passagiere verliert beim Aussteigen ein Wort, so als hätte man das Ganze für einen Teil des Airtours Unterhaltungsprogramms gehalten (14.12.1978 / Boeing 707 / British Airtours / London – England).

Über Jochen W. Braun

Jochen W. Braun wurde 1942 in Hamburg geboren. Er ist verheiratet und hat drei Söhne. Nach dem Abitur auf dem Johanneum in Hamburg studierte er Betriebswirtschaft in Tübingen und Hamburg. Bei den Hamburger Hauniwerken, danach in Frankfurt und Stuttgart bei der Firma Sperry (später Unisys) und im mit seiner Unterstützung gegründeten Familienbetrieb Miniatur Wunderland Hamburg arbeitete er bis zur Pensionierung im Jahre 2007. Aufgrund seiner Liebe zur Luftfahrt beschäftigte er sich schon von klein auf mit diesem Thema. Mit 11 Jahren zog seine Familie nach Fuhlsbüttel um und damit in direkte Nähe zum Hamburger Flughafen, den er nach Möglichkeit jeden Nachmittag besuchte. Später spezialisierte er sich auf Unfälle im Bereich der Luftfahrt, weil er beim ersten großen Flug Flugangst bekommen hatte und das Thema genauer kennen lernen wollte. Nach kurzer Zeit stellte er fest, daß die Wahrscheinlichkeit minimal ist, beim Fliegen einen Unfall zu erleben. Die Angst ist seitdem verschwunden, und er schrieb ein erstes Buch mit dem bezeichnenden Titel „ . . . und alle haben überlebt!“. Im Jahresrhythmus folgten weitere fünf Bände über Flugzeugunfälle. Er gilt heute als Spezialist auf diesem Gebiet.
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