Notlandung auf stillgelegtem Flugplatz

Eine Maschine der Swiss gerät in einen der schwersten Stürme, die es je in Deutschland gegeben hat. Das später als Tornado klassifizierte Unwetter zieht unglücklicherweise in genau derselben Richtung, in der das Flugzeug fliegt. So wird ein Flughafen nach dem anderen immer gerade dann geschlossen, bevor der rettende feste Boden erreicht werden kann. Das geht nur eine gewisse Weile gut, denn irgendwann sind die Treibstoffreserven des Flugzeugs aufgebraucht. Kurz bevor die Maschine diesen Punkt erreicht hat, steht nur ein stillgelegter Militärflugplatz in Werneuchen (Brandenburg) zur Verfügung. Die Piloten schaffen eine meisterhafte Landung, aber dann kommt Pech ins Spiel: auf dem Flugplatz hatten in der Vergangenheit mehrfach illegale Autorennen stattgefunden. Um diese zu unterbinden, hatte man in der Mitte der alten Landebahn einen Erdwall aufgeschüttet, gegen den die Maschine prallt. Dennoch geht der Vorfall gut aus, denn die 20 Insassen bleiben unverletzt. Das Flugzeug aber muß später abgewrackt werden (10.07.2002 / Saab 2000 / HB-IZY / Werneuchen – Brandenburg).

Über Jochen W. Braun

Jochen W. Braun wurde 1942 in Hamburg geboren. Er ist verheiratet und hat drei Söhne. Nach dem Abitur auf dem Johanneum in Hamburg studierte er Betriebswirtschaft in Tübingen und Hamburg. Bei den Hamburger Hauniwerken, danach in Frankfurt und Stuttgart bei der Firma Sperry (später Unisys) und im mit seiner Unterstützung gegründeten Familienbetrieb Miniatur Wunderland Hamburg arbeitete er bis zur Pensionierung im Jahre 2007. Aufgrund seiner Liebe zur Luftfahrt beschäftigte er sich schon von klein auf mit diesem Thema. Mit 11 Jahren zog seine Familie nach Fuhlsbüttel um und damit in direkte Nähe zum Hamburger Flughafen, den er nach Möglichkeit jeden Nachmittag besuchte. Später spezialisierte er sich auf Unfälle im Bereich der Luftfahrt, weil er beim ersten großen Flug Flugangst bekommen hatte und das Thema genauer kennen lernen wollte. Nach kurzer Zeit stellte er fest, daß die Wahrscheinlichkeit minimal ist, beim Fliegen einen Unfall zu erleben. Die Angst ist seitdem verschwunden, und er schrieb ein erstes Buch mit dem bezeichnenden Titel „ . . . und alle haben überlebt!“. Im Jahresrhythmus folgten weitere fünf Bände über Flugzeugunfälle. Er gilt heute als Spezialist auf diesem Gebiet.
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