Tür zu früh geöffnet, Innendruck schleudert Stewards aus der Maschine

Gefahr droht, wenn das Personal die Vorschriften nicht im Kopf hat oder nicht ausreichend beherzigt. Im folgenden Fall geht es um eine Notlandung mit 133 Insassen an Bord, die nach einer – durch einen Computerfehler verursachten – Feuerwarnung eingeleitet wird. Daß alles schnell gehen muß bei einer Notevakuierung über Rutschen, versteht sich. Der betreffende Steward jedoch ist zu schnell, denn er öffnet die Tür, bevor der Innendruck im Flugzeug sich abgebaut hat. Der Mann wird durch die Gewalt der Dekompression aus der Maschine geschleudert (20.11.2000 / Airbus A300 / N14056 / American Airlines / Miami – Florida – USA / 1 Toter und 22 Verletzte). Ein vergleichbarer Fall trifft die Tunis Air. Auch hier wird die Tür zu früh geöffnet und zwei Crewmitglieder werden auf den Asphalt geschleudert (20.10.2001 / Airbus A300 / TS-IPA / Djerba – Tunesien / 1 Toter und 1 Verletzter).

Über Jochen W. Braun

Jochen W. Braun wurde 1942 in Hamburg geboren. Er ist verheiratet und hat drei Söhne. Nach dem Abitur auf dem Johanneum in Hamburg studierte er Betriebswirtschaft in Tübingen und Hamburg. Bei den Hamburger Hauniwerken, danach in Frankfurt und Stuttgart bei der Firma Sperry (später Unisys) und im mit seiner Unterstützung gegründeten Familienbetrieb Miniatur Wunderland Hamburg arbeitete er bis zur Pensionierung im Jahre 2007. Aufgrund seiner Liebe zur Luftfahrt beschäftigte er sich schon von klein auf mit diesem Thema. Mit 11 Jahren zog seine Familie nach Fuhlsbüttel um und damit in direkte Nähe zum Hamburger Flughafen, den er nach Möglichkeit jeden Nachmittag besuchte. Später spezialisierte er sich auf Unfälle im Bereich der Luftfahrt, weil er beim ersten großen Flug Flugangst bekommen hatte und das Thema genauer kennen lernen wollte. Nach kurzer Zeit stellte er fest, daß die Wahrscheinlichkeit minimal ist, beim Fliegen einen Unfall zu erleben. Die Angst ist seitdem verschwunden, und er schrieb ein erstes Buch mit dem bezeichnenden Titel „ . . . und alle haben überlebt!“. Im Jahresrhythmus folgten weitere fünf Bände über Flugzeugunfälle. Er gilt heute als Spezialist auf diesem Gebiet.
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