Knöcheltief Benzin im Cockpit – Crashlandung überlebt

Einen Vorfall kenne ich, bei dem bestimmt mehr als ein Schutzengel zugegen gewesen sein muß. Irgendwo ist einer der Zusatztanks der zu überführenden Cessna undicht und entleert sich in die Kabine. Bald steht der Pilot und einzige Insasse knöcheltief im Benzin. Längst schon ist er umgekehrt und kann das Flugzeug kaum dirigieren, die Augen brennen und das Atmen fällt in der benzingeschwängerten Luft ungeheuer schwer. Ihm gelingt dennoch die Notlandung, wenn auch gefolgt von einem spektakulären Kopfstand mit anschließendem Feuer. Man kann so etwas tatsächlich überleben, wie man sieht, aber ist das mit Glück allein zu umschreiben? (13.08.1999 / Cessna 208 / N193GE / Greystroke Engineering / Hillsborough – New Hampshire – USA / 1 Verletzter).

Über Jochen W. Braun

Jochen W. Braun wurde 1942 in Hamburg geboren. Er ist verheiratet und hat drei Söhne. Nach dem Abitur auf dem Johanneum in Hamburg studierte er Betriebswirtschaft in Tübingen und Hamburg. Bei den Hamburger Hauniwerken, danach in Frankfurt und Stuttgart bei der Firma Sperry (später Unisys) und im mit seiner Unterstützung gegründeten Familienbetrieb Miniatur Wunderland Hamburg arbeitete er bis zur Pensionierung im Jahre 2007. Aufgrund seiner Liebe zur Luftfahrt beschäftigte er sich schon von klein auf mit diesem Thema. Mit 11 Jahren zog seine Familie nach Fuhlsbüttel um und damit in direkte Nähe zum Hamburger Flughafen, den er nach Möglichkeit jeden Nachmittag besuchte. Später spezialisierte er sich auf Unfälle im Bereich der Luftfahrt, weil er beim ersten großen Flug Flugangst bekommen hatte und das Thema genauer kennen lernen wollte. Nach kurzer Zeit stellte er fest, daß die Wahrscheinlichkeit minimal ist, beim Fliegen einen Unfall zu erleben. Die Angst ist seitdem verschwunden, und er schrieb ein erstes Buch mit dem bezeichnenden Titel „ . . . und alle haben überlebt!“. Im Jahresrhythmus folgten weitere fünf Bände über Flugzeugunfälle. Er gilt heute als Spezialist auf diesem Gebiet.
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