Tragflaeche um 1/3 verkuerzt, sicher gelandet

Wirklich abenteuerlich ist die Reise einiger Menschen, die von San Francisco nach Honolulu fliegen wollen. Die Maschine hatte eine Motorüberholung hinter sich, die offenbar nicht sauber ausgeführt worden war. Jedenfalls explodiert das Triebwerk in 200 Metern Höhe beim Steigflug, bricht weg und reißt dabei zusätzlich fast ein Drittel der Tragfläche ab. Mit einer fliegerischen Meisterleistung ohnegleichen gelingt der erfahrenen Crew nach 20 Minuten eine saubere Notlandung auf der Travis Luftwaffenbasis. Keiner der 154 Insassen wird verletzt. Schnell macht sich eine Ersatz-Boeing auf den Weg, um die Gestrandeten zu übernehmen und möglichst bald nach Honolulu zu fliegen. Die Crew der Ersatzmaschine jedoch landet nicht so sauber, wie ihre Kollegen. Das Fahrwerk bricht und die Maschine knickt ein. Würden Sie in so einem Fall auf die dritte Maschine warten? (28.06.1965 / Boeing 707 / Pan American World Airways / San Francisco – California – USA / N761PA).

Über Jochen W. Braun

Jochen W. Braun wurde 1942 in Hamburg geboren. Er ist verheiratet und hat drei Söhne. Nach dem Abitur auf dem Johanneum in Hamburg studierte er Betriebswirtschaft in Tübingen und Hamburg. Bei den Hamburger Hauniwerken, danach in Frankfurt und Stuttgart bei der Firma Sperry (später Unisys) und im mit seiner Unterstützung gegründeten Familienbetrieb Miniatur Wunderland Hamburg arbeitete er bis zur Pensionierung im Jahre 2007. Aufgrund seiner Liebe zur Luftfahrt beschäftigte er sich schon von klein auf mit diesem Thema. Mit 11 Jahren zog seine Familie nach Fuhlsbüttel um und damit in direkte Nähe zum Hamburger Flughafen, den er nach Möglichkeit jeden Nachmittag besuchte. Später spezialisierte er sich auf Unfälle im Bereich der Luftfahrt, weil er beim ersten großen Flug Flugangst bekommen hatte und das Thema genauer kennen lernen wollte. Nach kurzer Zeit stellte er fest, daß die Wahrscheinlichkeit minimal ist, beim Fliegen einen Unfall zu erleben. Die Angst ist seitdem verschwunden, und er schrieb ein erstes Buch mit dem bezeichnenden Titel „ . . . und alle haben überlebt!“. Im Jahresrhythmus folgten weitere fünf Bände über Flugzeugunfälle. Er gilt heute als Spezialist auf diesem Gebiet.
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